Innovationsinfrastrukturen & Networking

Prof. Dr. Udo Weimar

Nach reiflicher Überlegung, Abwägen von Argumenten und einer Diskussion derer, müssen Entscheidungen getroffen und diese dann auch verfolgt werden! Änderungen sollten nur dann vorgenommen werden, wenn Argumente dafür überzeugend sind, ansonsten muss man hartnäckig bleiben, um seine Ziele zu erreichen.

Prof. Dr. Udo Weimar leitet zusammen mit Prof. Dr. Daniel Buhr das Steinbeis Transferzentrum Soziale und Technische Innovation. Udo Weimar hat auch eine Professur für Analytische Chemie am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie des Fachbereichs Chemie inne, der in der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen verankert ist.

Udo Weimar promovierte in Physikalischer Chemie. 2010 wurde er zum ordentlichen Professor an die Universität Tübingen berufen, wo er u.a. gemeinsam mit Dr. Nicolae Barsan eine Sensorgruppe leitet. Udo Weimar ist Mitglied in verschiedenen Lenkungsausschüssen und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Sensorik, die er im Rahmen europäischer Projekte als Koordinator der thematischen Netzwerke „NOSE“ und „NOSE II“ und des Exzellenznetzwerks „GOSPEL“ eingebracht hat. Im Bereich der Assistenztechnologien ist Udo Weimar seit mehr als 15 Jahren aktiv tätig und war u.a. technischer Koordinator des integrierten Projekts zu Ambient Assisted Living (AAL IP) „Netcarity“ FP6 (unterstützende Technologien für ältere Menschen) und Gesamtkoordinator des FP7 IP „Clear-up“ (ressourceneffiziente und komfortable Gebäude) und einer der Koordinatoren von „PleasureHome“ (Europäisch-Koreanisches-Projekt).

Auf nationaler Ebene ist ein wichtiges Anker-Projekt mit einer 10 jährigen Laufzeit bis mindestens 2023, das Projekt „LebensPhasenHaus“ (LPH). Hier wirken Udo Weimar mit Daniel Buhr ebenfalls als Koordinatoren dieser Langzeitunternehmung.

Aus dem Anker-Projekt „LebensPhasenHaus“ sind inzwischen eine ganze Reihe nationaler und internationaler Projekte entstanden so z.B. „TABLU“ (Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF). Die Hauptziele waren mehr Unabhängigkeit, Flexibilität und Sicherheit für informelle Pflegepersonen durch Verbesserung der Pflegekompetenzen durch persönliche und technische Hilfe. Ebenso BMBF gefördert war das Projekt „NiviL“ (Nicht visuelle Wirkung von Licht), eine Studie in zwei Pflegeheimen zur circadianen Wirkung von tageszeitlich gesteuerter Beleuchtung. Durch Unterstützung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg wurde in 2018 das Projekt „Hammer 4.0“ in Kooperation mit einem Sozialunternehmen, sowie der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Reutlingen erfolgreich abgeschlossen. Dabei war das Thema die Handwerkerschaft dahingehend fortzubilden, dass (technische) Unter¬stützungs-systeme bedarfsgerecht in die Häuslichkeit von Pflegebedürftigen installiert und systemisch betrieben werden können. Aktuell laufen Projekte zur mobilen geriatrischen Rehabilitation technologisch unterstützt („VitAAL“, gefördert durch das Sozialministerium Baden-Württemberg) und dem Einsatz von Exoskeletten in der Pflege wie „Expertise“ (Bundesministerium Arbeit und Soziales) und „Exohaptik“ (BMBF).